So viele Herrenhemden sollten Sie mindestens im Kleiderschrank haben
Reichen fünf Hemden für fünf Arbeitstage wirklich aus? Brauchen Sie im Homeoffice genauso viele wie im Büro – und wie viel Reserve ist sinnvoll, wenn Sie nicht jedes Wochenende zum Waschen und Bügeln kommen? Wir haben nachgerechnet und stellen Ihnen vor, wie viele Hemden Sie mindestens im Kleiderschrank haben sollten.
Wie viele Hemden braucht ein Mann im Berufsalltag?
Wenn Sie Ihren Kleiderschrank nach dem Prinzip einer Capsule Wardrobe zusammenstellen, beschränken Sie sich bewusst auf wenige Kleidungsstücke, die gut zusammenpassen und die Sie möglichst oft tragen können. So behalten Sie leichter den Überblick und müssen morgens nicht lange überlegen, was zusammenpasst. Bei der Zahl Ihrer Businesshemden sollten Sie allerdings nicht zu knapp kalkulieren. Sie wechseln ein Oberhemd deutlich häufiger als einen Anzug oder eine Chino, und während einige Herrenhemden in der Wäsche liegen oder noch gebügelt werden müssen, brauchen Sie für die nächsten Arbeitstage bereits frische Exemplare.

Wie viele Hemden braucht ein Mann also für eine normale Arbeitswoche? Wenn Sie an fünf Tagen im Büro ein Oberhemd tragen, sollten sieben Herrenhemden die absolute Untergrenze bilden. So können Sie jeden Morgen zu einem frischen Businesshemd greifen und haben zusätzlich zwei Oberhemden als Reserve.
Fünf Businesshemden für fünf Arbeitstage klingen zunächst ausreichend. Im Alltag merken Sie jedoch schnell, warum zwei zusätzliche Oberhemden sinnvoll sind. Nach einem langen Arbeitstag ist ein Hemd vielleicht verschwitzt oder stark verknittert. Auf einem anderen landet schon kurz nach dem Anziehen etwas Kaffee, beim nächsten erwischt Sie die Sauce in der Mittagspause. Und wenn am Wochenende einmal keine Zeit zum Waschen und Bügeln bleibt, möchten Sie am Montagmorgen nicht vor einem leeren Kleiderschrank stehen. Tragen Sie täglich ein langärmliges Businesshemd und waschen und bügeln Sie nicht jede Woche sämtliche getragenen Oberhemden, sind zwölf bis vierzehn Exemplare komfortabler.

Wie viele Hemden braucht ein Mann im Homeoffice?
Wenn Sie auch im Homeoffice jeden Arbeitstag ein Hemd tragen, brauchen Sie nicht weniger Herrenhemden als für eine Woche im Büro. Gerade bei regelmässigen Videokonferenzen sehen Kollegen und Geschäftspartner vor allem Ihren Oberkörper. Ein frisches, ordentliches Businesshemd gehört deshalb auch vor der Kamera für viele Herren ganz selbstverständlich zum beruflichen Auftreten.

Können Sie im Homeoffice dagegen legerere Kleidung tragen und ziehen nur für wichtige Videocalls, Kundentermine oder einzelne Bürotage ein Herrenhemd an, brauchen Sie entsprechend weniger Businesshemden. Zwei bis drei vielseitig kombinierbare Oberhemden können dann bereits genügen. Achten Sie dabei auf Farben, Stoffe und Kragenformen, die auch mit einer Chino zum Abendessen oder zu einem anderen schickeren Anlass funktionieren. So decken Sie mit wenigen Businesshemden gleich mehrere Gelegenheiten ab.
Welche Hemden sollten im Kleiderschrank nicht fehlen?
Neben der Anzahl kommt es auch darauf an, welche Farben und Designs Sie im Kleiderschrank haben. Schliesslich möchten Sie morgens nicht zwischen nahezu identischen weissen Oberhemden wählen, sondern passend zu Anzug, Krawatte und Anlass auswählen können. Mit einigen bewährten Basisfarben und wenigen abwechslungsreicheren Varianten sind Sie dafür gut aufgestellt.
Besitzen Sie beispielsweise zehn Businesshemden, können etwa vier weisse und drei blaue Exemplare die Basis bilden. Die übrigen drei Oberhemden wählen Sie mit dezenten Mustern oder in anderen Farben. Das ist natürlich keine feste Regel. Tragen Sie besonders häufig dunkle Anzüge, greifen Sie vielleicht öfter zu Hellblau. Bevorzugen Sie dagegen einen sehr klassischen Businessstil, dürfen entsprechend mehr weisse Businesshemden im Schrank hängen.
Weisse und blaue Hemden als Basis
Die reinweissen Baumwollhemden lassen sich zu nahezu jedem klassischen Anzug und zu den unterschiedlichsten Krawatten kombinieren. Mehrere davon müssen trotzdem nicht gleich aussehen. Wählen Sie beispielsweise einige Oberhemden mit Kentkragen und andere mit New-Kent-Kragen und variieren Sie zusätzlich Stoffstrukturen oder zurückhaltende Details an Manschette und Knopfleiste. So wirken auch vier oder fünf weisse Herrenhemden nicht eintönig.

Ähnlich vielseitig sind blaue Hemden. Vor allem helle Blautöne passen zu vielen Businessanzügen und lassen sich mit zahlreichen Krawattenfarben kombinieren. Bei mehreren blauen Businesshemden können Sie ebenfalls unterschiedliche Kragenformen, Stoffstrukturen und Nuancen wählen.
Zwei bis drei Businesshemden dürfen aus der Reihe tanzen
Zwei oder drei farbige oder gemusterte Herrenhemden bringen Abwechslung in Ihre Businessgarderobe. Ein Oberhemd im Vichy-Karo mit Button-Down-Kragen wirkt beispielsweise etwas legerer und passt deshalb nicht nur ins Büro, sondern auch zu einer Chino in der Freizeit. Mit feinen Mikromotiven bleiben Sie aus etwas Entfernung zurückhaltend gekleidet, während das Muster aus der Nähe für Abwechslung sorgt. Möchten Sie einen wärmeren Farbton ergänzen, kommt auch Braun infrage. Wie Sie ein braunes Hemd kombinieren, zeigen wir Ihnen ausführlicher in unserem Magazinartikel.

Welche Farben für Sie am besten passen, hängt vor allem von Ihrer übrigen Garderobe ab. Wer überwiegend dunkelblaue, graue oder schwarze Anzüge trägt, kommt mit Weiss und Hellblau sehr weit. Hängen bei Ihnen dagegen auch braune, beige oder andere wärmere Anzüge im Schrank, können Sie bei den Hemden ebenfalls zu wärmeren Farbtönen greifen.
Wie viele Hemden braucht ein Mann für die Freizeit?
Wenn Sie auch ausserhalb des Berufs gern zum Oberhemd greifen, brauchen Sie dafür nicht automatisch einen zweiten komplett gefüllten Schrank. Zwei bis drei Freizeithemden können als Ergänzung bereits genügen, wenn Sie sie vielseitig kombinieren. Tragen Sie dagegen auch am Wochenende, beim Abendessen oder bei Verabredungen fast immer ein Hemd, brauchen Sie entsprechend mehr Freizeithemden. Besonders praktisch sind Oberhemden, die sowohl im lockeren Berufsalltag als auch in der Freizeit funktionieren.
Im Sommer kurz, im Winter etwas wärmer
Ob Sie im Sommer gern Kurzarm tragen, ist vor allem Geschmackssache. Welche Argumente dafür und dagegen sprechen, lesen Sie in unserem Magazinartikel Kurzarmhemd im Sommer – ja oder nein?. Wenn Sie kurze Ärmel mögen, können ein oder zwei Kurzarmhemden die Garderobe für warme Tage sinnvoll ergänzen.
Im Winter greifen Sie vielleicht lieber zu einem etwas kräftigeren Baumwollstoff oder zu Flanell. Ein oder zwei wärmere Freizeithemden reichen oft aus, wenn Sie Farben und Muster wählen, die zu mehreren Hosen und Jacken passen.

Ein floral gemustertes Kurzarmhemd kann im Sommer genau das Richtige für Ferien, Gartenfest oder Abendessen unter freiem Himmel sein. Je auffälliger das Muster ist, desto ruhiger sollten Sie den Rest des Outfits halten. Mit einfarbigen Chinos oder Stoffhosen bleibt die Kombination ausgewogen.
Auch Baumwoll- und Leinenhemden mit fein melierter Struktur lassen sich vielseitig tragen. Wenn Sie kein Freund kurzer Ärmel sind, krempeln Sie ein leichtes Langarmhemd an warmen Tagen einfach hoch. So bleibt der Look lässig, ohne dass Sie dafür zusätzliche Kurzarmhemden brauchen.
Einfarbige Herrenhemden mit gemusterter Kontrastmanschette können Sie ebenfalls zu unterschiedlichen Gelegenheiten tragen. In zurückhaltenden Farben passen sie zu schickeren Anlässen, während die gemusterte Manschette dem Freizeitoutfit etwas mehr Persönlichkeit gibt.
Brauchen Sie zusätzliche Smoking- und Frackhemden?
Wenn Sie regelmässig einen Smoking oder Frack tragen, sollten Sie Smoking- und Frackhemden zusätzlich zu Ihren Businesshemden einplanen. Für Black Tie benötigen Sie ein passendes Smokinghemd, während White Tie noch strengere Anforderungen an das Frackhemd stellt. Ein gewöhnliches Businesshemd ersetzt diese speziellen Abendhemden deshalb nicht.
Tragen Sie Abendgarderobe nur gelegentlich, genügt meist ein passendes Smoking- beziehungsweise Frackhemd für den jeweiligen Dresscode. Sind Sie häufiger auf Galas, Bällen oder anderen festlichen Veranstaltungen eingeladen, können Sie ein Ersatzhemd einplanen. Nehmen Sie es bei einem längeren Anlass mit oder halten Sie es vor Ort griffbereit, können Sie sich nach einem Fleck beim Essen oder einem anderen Missgeschick noch einmal umziehen.
Lieber ein Hemd mehr als eines zu wenig
Wie viele Hemden Sie insgesamt brauchen, hängt vor allem davon ab, wie häufig und zu welchen Anlässen Sie Oberhemden tragen. Tragen Sie an fünf Tagen pro Woche ein Businesshemd, sollten sieben Herrenhemden die Untergrenze bilden. Mit zwölf bis vierzehn Businesshemden sind Sie unabhängiger davon, wann Sie waschen und bügeln, und haben auch für Geschäftsreisen oder einen zusätzlichen Wechsel genügend Reserve.

Dazu kommen zwei bis drei Freizeithemden, wenn Sie auch ausserhalb des Berufs gerne ein Oberhemd tragen. Kurzarmhemden für den Sommer, wärmere Freizeithemden für kalte Tage sowie Smoking- oder Frackhemden rechnen Sie nur dann hinzu, wenn Sie diese tatsächlich brauchen.
Am Ende müssen Sie den Schrank nicht möglichst voll hängen. Wichtiger ist, dass jedes Oberhemd zu Ihrem Alltag passt, gut sitzt und sich mit einem möglichst grossen Teil Ihrer Garderobe kombinieren lässt. Worauf Sie bei Passform, Kragen, Material und Verarbeitung achten können, lesen Sie in unserem Magazinartikel darüber, wie Sie das perfekte Hemd finden.
KAUF Magazin

