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KAUF Swiss Design seit 1904

Hemden mit Geschichte & Tradition

Stil, zeitlose Eleganz und Qualität: Seit 1904 steht KAUF für Hemden, die Generationen von modebewussten Herren begeistert haben und immer noch begeistern. Garant für den Erfolg der Marke KAUF sind seit über einem Jahrhundert Werte, die von der Gründung an bis heute Bestand haben: unermüdlicher Fleiss, Leidenschaft für Hemden, Sorgfalt in der Verarbeitung und ein feines Gespür für die Wünsche der Kunden. Erfahren Sie, wie die Geschichte hinter KAUF vor über 120 Jahren begann und warum KAUF Herrenhemden seit dem Jahr 1904 wie keine andere Marke in der Schweiz für höchsten Tragekomfort, modische Schnitte und hochwertige Materialien stehen.

Die KAUF-DNA: Fleiss, Sorgfalt und Nähe zum Menschen

Mut zum Unternehmertum und viel Pragmatismus stehen am Anfang dieser Erfolgsgeschichte. Als Wilhelmine Kauf-Frey im Jahr 1904 in Wangen bei Olten ihre ersten selbstgenähten Schürzen über die Gasse verkaufte, hörte sie genau hin: „Was sitzt, was hält, was taugt für den Alltag?“ Mit dieser unbedingten Orientierung an den Bedürfnissen ihrer Kunden, dem Willen, es nicht besser, sondern perfekt zu machen, und ihrem unerschütterlichen Durchhaltevermögen – auch in schweren Zeiten – legte sie den Grundstein für die Unternehmens-DNA von KAUF: Fleiss, Sorgfalt und die Nähe zum Menschen. Schon wenige Jahre später – ab 1909 – entstehen die ersten Herrenhemden. Während Hemden damals meist als Einzelstücke von Weissnäherinnen gefertigt wurden, bringt Wilhelmine dieses handwerkliche Können in eine standardisierte Fertigung ein. Das bedeutet: Herrenhemden mit einheitlichen Grössen, einer angenehmen Passform und in höchster Qualität.

Das Kauf Gründerpaar Wilhelmine Kauf-Frey und Jacob Kauf
Das Kauf Gründerpaar Wilhelmine Kauf-Frey und Jacob Kauf

1913 folgt der Eintrag ins Handelsregister als Herrenwäschefabrik – mitten in eine Zeit hinein, die das junge Unternehmen auf eine harte Probe stellen sollte. Der Erste Weltkrieg und die nachfolgenden wirtschaftlichen Verwerfungen brachten die Familie Kauf an den Rand des Ruins. In dieser Krise greifen die Schwestern Anna Kauf-Ruf und Valery Ruf entschlossen ein: Sie setzen ihre Erbschaft als Sicherheit ein und sichern damit das Überleben des jungen Unternehmens. Ihr Handeln steht beispielhaft für die besonderen Stärken des familiengeführten Hemdenherstellers – persönliche Verantwortung, gegenseitiges Vertrauen und familiärer Zusammenhalt.

Ein Fundament für Generationen: der Standort im Toggenburg

Nach den harten Jahren des Ersten Weltkriegs, in einer Zeit wirtschaftlicher Unsicherheiten, findet das Unternehmen zurück zu Stabilität und Wachstum. Ein wichtiger Anker ist dabei Anna Kauf-Ruf, die in dieser Zeit die Produktion verantwortet. Gemeinsam mit ihrem Mann Otto Kauf-Ruf lenkt das Paar die Unternehmensgeschicke und etabliert unsere Marke weiter.

Familie Kauf 1921
Familie Kauf 1921

Mit ihrer ruhigen, gewissenhaften Art schafft vor allem Anna Strukturen, die für Verlässlichkeit sorgen und das Unternehmen wieder in die Erfolgsspur führen. Doch die räumlichen Grenzen in Wangen bei Olten (SO) bremsen das Wachstum. 1939 fällt deshalb der Entscheid zum Umzug nach Ebnat-Kappel (SG) im Toggenburg – eine Region mit langer Tradition in der Textilproduktion.

Am 2. Januar 1941 laufen dort die ersten Nähmaschinen an. In den nachfolgenden Jahrzehnten expandiert das Unternehmen kontinuierlich. Bauliche Erweiterungen in den 1950er- und 1960er-Jahren schaffen die erforderlichen Produktionskapazitäten. Ende der 1980er-Jahre beschäftigt der Standort Ebnat-Kappel rund 150 Mitarbeiter und fertigt täglich bis zu 1’800 Herrenhemden – jedes einzelne nach den exakten Qualitätsmassstäben, die seit den Gründertagen Bestand haben und die KAUF Hemden in der ganzen Schweiz so beliebt machen.

Firmengebäude Ebnat-Kappel
Historisches Firmengebäude Ebnat-Kappel/center>

Passform, Komfort und Pflegefreundlichkeit – neu gedacht

In dieser Periode übernimmt auch die nachfolgende Generation Verantwortung: die Brüder Urs und Peter Kauf. Sie schärfen das Profil des Unternehmens in den 1970er-Jahren mit Innovationsgeist und einem feinen Gespür für authentische Kundenbedürfnisse. 1972 entwickelt Peter Kauf den patentierten Libero-Schnitt – grosszügig geschnitten, komfortabel, aus geschmeidigem Jerseystoff und gezielt auf kräftige Körperformen abgestimmt. Der Libero-Schnitt verkörpert mehr als nur eine Innovation im Hemdendesign – er ist ein klares Bekenntnis: KAUF produziert Freizeit- und Businesshemden für Menschen, nicht für Laufstege. Der Erfolg bestätigt den Ansatz: In den späten 70er- und 80er-Jahren hatte statistisch jeder dritte Mann in der Schweiz mindestens ein Libero-Fit-Hemd im Kleiderschrank. Massgebend für den Markterfolg wird die innovative Werbestrategie von Urs Kauf. Als Marketing- und Vertriebsverantwortlicher setzt er eine prägende Werbekampagne um, die den Nerv der Zeit trifft: Poseidon, Gott der Meere, wird zum Botschafter der Marke Libero und setzt sich in den Köpfen von Männern und Frauen fest: körperbetonte Modigkeit für Männer, Bügelfreiheit als Entlastung im Haushalt. Das Produkt ist so erfolgreich, dass Libero in Deutschland und Österreich als Lizenzprodukt verkauft wird und der Firma Kauf über Jahrzehnte den Fortbestand sichert.

Parallel dazu übernimmt das Traditionsunternehmen aus Ebnat-Kappel eine Pionierrolle bei der Einführung bügelfreier Herrenhemden auf dem Schweizer Markt – zunächst aus innovativen Kunstfasern, später auch aus Baumwolle. Einmal mehr beweist das Traditionsunternehmen aus dem Kanton St. Gallen, wie nahe an den Bedürfnissen der Kunden in Ebnat-Kappel Hemden entstehen. Pflegeleichte Herrenhemden, die sich nach dem Waschen fast von selbst glätten und ohne Bügeln auskommen, bedeuten für viele Herren eine enorme Alltagserleichterung. Weniger Aufwand, mehr Zeit – und die Gewissheit, mit einem Business- oder Freizeithemd aus dem Toggenburg stets stilvoll gekleidet zu sein.

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Zwischen Innovation und Tradition

Die Philosophie – Innovation als Antwort auf konkrete Bedürfnisse – verfolgte KAUF konsequent auch bei der Materialentwicklung. Die Kundschaft suchte nach Orientierung: Sie wollte verstehen, wofür ein Gewebe steht, ob es sich durch besondere Feinheit, Strapazierfähigkeit oder Pflegeleichtigkeit auszeichnet.

Als Pionier der Herrenmode und Hemdenhersteller nahm KAUF dieses Bedürfnis auf und entwickelte in dieser Zeit für jede neue Stoffqualität eine eigenständige Produktlinie mit individuellem Namen: KAUF Shantung, Prospero oder Cento Batist standen für klar definierte Eigenschaften und halfen dem Handel und der Kundschaft, sich im Sortiment zu orientieren. So festigte das Traditionsunternehmen aus Ebnat-Kappel in diesen Jahren nicht nur seinen Ruf als Hersteller von hochwertigen Hemden, sondern auch als visionärer Innovationstreiber, der neue Massstäbe definierte, bevor der Markt diese überhaupt artikulierte. Das Unternehmen entwickelte sich zu einem Vorreiter, der Trends nicht folgte, sondern sie schuf – mit dem feinen Gespür dafür, was stilbewusste Herren wünschen.

Auch an der Unternehmensspitze vollzieht sich in diesen Jahren ein bedeutsamer Wandel: 1989 übernimmt Michael Kauf, Sohn von Peter, die Führung des Unternehmens. Kurz darauf übernimmt auch seine Ehefrau Gaby Kauf Verantwortung an seiner Seite. Mit Michael und Gaby Kauf leitet nun die vierte Generation das Unternehmen – eine beeindruckende Kontinuität, die dem Hemdenhersteller aus dem Toggenburg bei den bevorstehenden Herausforderungen zusätzlichen Rückhalt gibt. Denn die frühen 1990er-Jahre bringen tiefgreifende Veränderungen mit sich: Globalisierung, Kostendruck und neue Ansprüche der Märkte verlangen nach mutigen Entscheidungen, ohne dabei die bewährte Qualität und Verlässlichkeit aus den Augen zu verlieren.

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1993 übernahmen Michael und Gaby Kauf die Führung des Unternehmens

Neue Herausforderungen: Globalisierung und Nachhaltigkeit

Mit den frühen 1990er-Jahren beginnt ein neues Kapitel: Die Globalisierung stellt viele Schweizer Traditionsfirmen vor die Frage, wie sie Wettbewerbsfähigkeit und Qualitätsanspruch vereinbaren können. KAUF entscheidet sich 1992 für die Verlagerung der Produktion nach Hradec Králové in Tschechien – ein Schritt, der sorgfältig abgewogen wird. Denn als Traditionsunternehmen mit höchstem Qualitätsbewusstsein ist klar, dass jedes produzierte Hemd dieselben hohen Standards erfüllen muss – egal wo es produziert wird. Konsequente Kontrollen und modernes Qualitätsmanagement sichern, dass Passform, Verarbeitung und Tragekomfort unverändert bleiben – so, wie es die Kunden seit Jahrzehnten lieben.

Doch die Verantwortung bei dem Familienunternehmen reicht weiter als bis zu reinen Qualitätsfragen. Im selben Jahr wagt das Unternehmen mit Green Cotton by KAUF ein Projekt, das seiner Zeit weit voraus ist: ein Herrenhemd, das vom Garn bis zum Holzknopf vollständig kompostierbar ist. Damit zeigt das Familienunternehmen einmal mehr, dass Tradition bei KAUF immer auch Verantwortung bedeutet – Verantwortung, die über das Geschäft hinausgeht: Ressourcen zu schonen und neue Wege zu erproben. Früh setzt das Unternehmen so ein Zeichen für nachhaltige Materialien, verantwortungsvollen Konsum und ein Bewusstsein für die Umwelt.

Strukturen für eine vernetzte Welt

Mit dem neuen Jahrtausend richtet das Familienunternehmen seine Unternehmensstrukturen neu aus. 2003 kommt mit der Übernahme der Marke Dorani by Claude Dufour französischer Esprit in das Hemden-Sortiment, bevor Dorani 2009 durch ein Management-Buy-out wieder eigenständig wird. 2007 folgt der Aufbau neuer Produktionskapazitäten in Istanbul, einem globalen Zentrum der Textilproduktion. 2010 eröffnet KAUF in Schönenwerd (SO) ein Outlet und startet parallel den eigenen Hemden-Onlineshop. Zusammen mit einem wachsenden Shop-in-Shop-Modell entsteht ein Vertriebsnetz, das Beratung und Nähe zur Kundschaft verbindet. Mit dieser erweiterten Struktur ist der Hemdenhersteller aus dem Toggenburg zu Beginn des neuen Jahrzehnts breiter aufgestellt als je zuvor: eigene Kanäle, starke Präsenz im Fachhandel und flexible Produktionspartner im Ausland. Doch dann bringt die Pandemie ab 2020 einen unerwarteten Einschnitt. Geschlossene Läden und unterbrochene Lieferketten stellen das Traditionsunternehmen vor eine seiner grössten Bewährungsproben.

Freizeithemden von KAUF – stilvoll und leger

Flexibilität als Schlüssel in der Krise

Die Jahre 2020 und 2021 werden für das Familienunternehmen aus dem Toggenburg zum Stresstest. Die Pandemie führt zu einem Umsatzrückgang von rund dreissig Prozent. Entscheidend ist die Lehre, die das Familienunternehmen daraus zieht: Das klassische Vororder-Modell mit langfristigen Bestellungen wird weitgehend aufgegeben. Stattdessen richtet das Familienunternehmen die Kollektionen näher am Markt aus – kleinere Serien, schnellere Reaktionen, engere Abstimmung mit den Verkaufsstellen. Kauf betreibt mittlerweile über 70 Verkaufsflächen in der Schweiz auf eigenes Risiko. Die Merchandiser sind am Puls des Marktes und kaum ein Hemdenhersteller kennt seine Kunden besser als Kauf. Wöchentlich erhält Kauf die Abverkaufszahlen und kann entsprechend reagieren.

Aus einem tiefen Einschnitt entsteht so ein Kurswechsel, der das Unternehmen flexibler macht und noch näher an die Kundschaft bringt. Aus den Erfahrungen der Pandemie bleibt die Erkenntnis: Flexibilität, Hands-on-Mentalität, Pragmatismus und das Bewahren der Tradition und des klaren Profils, das KAUF unverwechselbar macht, sind entscheidend.

Geschäftsleitung der Kauf AG - Michael Kauf und seine Frau posieren für ein Portrait.120 Jahre Kauf AG im Toggenburg.
Geschäftsleitung der Kauf AG – Michael Kauf und Gaby Kauf

Mehr als Mode: damals, heute, morgen – Kauf Hemden, aber KAUF Hemden!

Diese Balance gestalten Gaby und Michael Kauf heute in vierter Generation. Während Michael die kaufmännische Seite verantwortet, setzt Gaby gestalterische Akzente und führt die Linie fort, die seit den Anfängen Qualität, Sorgfalt und Alltagstauglichkeit in den Mittelpunkt stellt. Von den ersten Schürzen von Wilhelmine Kauf-Frey in Wangen bei Olten bis zu den heutigen KAUF-Kollektionen spannt sich ein roter Faden: Mut, Pragmatismus und Nähe zum Menschen. Jede Generation hat diese Haltung neu interpretiert und die Herausforderungen ihrer Zeit gemeistert – vom unermüdlichen Fleiss von Wilhelmine und Jakob, über den Umzug nach Ebnat-Kappel, die Bewältigung der Globalisierung bis hin zur Kurskorrektur in der Pandemie 2020/21. Genau diese Verbindung von Tradition und Erneuerung macht die Freizeit- und Businesshemden von KAUF unverwechselbar. Sie sind mehr als nur Kleidung, weil sie in jedem Detail die Werte des Hauses tragen. Eigenschaften, die seit über 120 Jahren im Alltag, auf Reisen oder bei besonderen Anlässen geschätzt werden – und die dafür sorgen, dass ein KAUF-Hemd mehr ist als ein Kleidungsstück.

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2024 beging das Unternehmen sein 120-jähriges Jubiläum